Friedhof an der Spitzhausstraße in Kaditz

Die zunehmende Bevölkerungszahl führte dazu, dass die Kirchgemeinde ein weiteres Friedhofsareal benötigte. Am 7. Juli 1878 erhielt der 3. Friedhof, auf der Spitzhausstraße mit Umfassungsmauer und einer repräsentativen Feierhalle, seine Weihe.

Die Feierhalle enthält ein wertvolles Kruzifix aus dem 17. Jh. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vergrößert und mit einer Heizung versehen. Im Jahr 2000 erfolgte mit der Unterstützung vieler Spender und Helfer eine umfassende Sanierung der gesamten Halle. Sie gehört heute zu den schönsten in Dresden. Vor der Feierhalle steht ein großer Obelisk aus Sandstein. Dieses von dem Pieschener Bildhauer Louis Hartenstein geschaffene Kriegerdenkmal erinnert an die die gefallenen Kaditzer der Kriege 1866 und 1870-71.

Die Friedhofsanlagen bieten ein sehr gepflegtes Erscheinungsbild. Die vielseitige Pflanzen- und Tierwelt läßt einen Spaziergang über den Friedhof zu einem besonderen Naturerlebnis werden. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen ein. Dem aufmerksamen Besucher werden einige efeubewachsene Grabhügel auffallen. Die elf Steinplatten auf den Gräbern sind versehen mit Namen und Sterbedaten von Verstorbenen aus dem 2. Weltkrieg. Eine mannshohe Steinsäule erinnert darüber hinaus an Menschen, die beim Bombenangriff auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 ums Leben gekommen sind.

Sehenswert sind auch die verschieden gestalteten Urnengemeinschaftsanlagen. Der neuen Bestattungskultur Rechnung tragend und dennoch geschmackvoll und persönlich sind diese Grabstellen eine würdige Alternative zur zunehmenden Anonymität der Bestatteten.

Kontakt:

Friedhofsverwaltung Dresden-Kaditz

Serkowitzer Str. 39, 01139 Dresden

Tel. 0351.836 19 64
Fax: 0351.873 79 47
E-Mail: friedhof.dresden-kaditz@evlks.de