Chorfahrt nach Polen 28. Sept - 3. Okt

Chorreise und Probenfahrt verbrachten wir dieses Jahr wieder bei unseren polnischen Nachbarn, diesmal aber ganz in der Nähe der deutschen Grenze in Brody (Pförten). Das bei Forst/Lausitz gelegene Örtchen ist besonders erwähnt durch einen berühmten Sachsen, den Grafen von Brühl, der dort zu Zeiten August des Starken und des III. ein riesiges Schloss erbauen ließ, dessen Nebengebäude unser Domizil für das Wochenende sein sollte.

 

Einladend waren die geräumigen Zimmer und das gute Restaurant, aber besonders schön der grosse Park, der sich direkt an die Schlossruine anschließt und ahnen lässt, wie herrschaftlich es hier einmal zugegangen sein muss. Für uns gab es eine Parkführung mit ausführlichen Erklärungen der Parklandschaft und des Schlosses von Claudius Wecke. Sogar in das Schloss durften wir hinein und uns von der Größe überzeugen.

 

Die Proben standen ganz im Zeichen unseres Auftrittes in der Forster Stadtkirche am Sonntag und dem Reformationskonzert, besonders den Göttsche und den Schütz haben wir auf und ab geprobt. Unser Gesang wurde vom "Motorrad-Pfarrer" in Forst, aber auch von den Besuchern sehr dankbar angenommen, wir wurden mit Rosen und einer gedeckten Kaffeetafel belohnt.

 

Dem Pückler-Eis auf der Spur mit einer Führung durch das Schlösschen und Park in Branitz bei Cottbus waren wir am Freitag. Verkostungen verschiedener eventuell nicht auf Pückler zurückgehender Kulinaritäten waren bei Sonne im Park-Cafe Pflichtprogramm.

 

Am Montag hieß es Aufbruch - in das wilde Polen. Die Tour organisierte der Leiter des Vereins Land und Leute Region Lausitzer Neiße, Herr Ingolf Zägel. Auf den manchmal musikalischen Spuren der Geschichte besuchten wir die kleine George-Bähr-Kirche in Biecz/Beitsch, die Experten rätselten ob der Silbermann-Orgel, die allerdings verschollen ist. Nach wichtigen Etappen wie dem 15. Längenkreis, der sich gut zum Tanzen eignet, und dem Rest eines Bismarckturms auf dem Rückenberg (mit Blick bis in die Alpen) landeten wir schliesslich in Zary/Sorau. Uns gelang dort die Chorzusammenführung nach halbstündiger Trennung durch den lebhaften Stadtverkehr, versöhnt wurden wir durch die gute polnische Küche - immer mit einer leckeren Zupa/Suppe.

 

Die einen wählten den Drahtesel und kämpften sich durch den Forst nach Cottbus, die anderen kämpften sich durch den Autodschungel - alle waren froh nach dem schönen erlebnisreichen Chorwochenende.